„Fahrzeug gesichert, Verletzte geborgen“: Leiferer Feuerwehr im Übungseinsatz

Die Leiferer Rettungskräfte sind auf eine Vielzahl von Einsätzen vorbereitet. Die 52 aktiven Männer der Freiwilligen Feuerwehr rücken durchschnittlich zu 300 Einsätzen im Jahr aus.

Meistens sind es technische Hilfeleistungen, zu denen sie gerufen werden. Doch es sind auch Brände und schwere Unfälle, zu denen sie ausrücken müssen, um Menschenleben zu retten. Bei rund 50 Übungen jährlich bereiten sie sich auf eventuelle Einsätze vor.

„Leider sind immer mehr Traktorunfälle zu beklagen und diese haben meist schwere Folgen“, erklärte Feuerwehrkommandant Norbert Foppa.

Daher wurde beschlossen eine Übung zu organisieren. Angenommen wurde ein Unfall auf der Uferstraße der Etsch. Kurz nach 20 Uhr ging der Alarm ein. Auf Höhe des Fahrsicherheitszentrums war es zum Zusammenstoß eines Autos mit einem Traktor gekommen.

Der PKW hatte sich überschlagen, die Insassen waren eingeklemmt. Der Traktor hingegen war über die Böschung gekippt und hing am Ufer fest. Zwei Menschen waren unter Traktor und Hänger im Wasser eingeklemmt. Der Einsatz von Tauchern war daher erforderlich.

Die Spezialeinheit der Taucher der Freiwilligen Feuerwehren unter der Leitung von Wolfgang Sinn wurde daher alarmiert. Zwei Teams des Roten Kreuzes Leifers unter der Leitung von Christian Govi waren ebenso innerhalb kürzester Zeit an der Unfallstelle.Fahrzeug-gesichert-Verletzte-geborgen-Leiferer-Feuerwehr-im-Uebungseinsatz_gallerie_sport_tag

Gleichzeitig wurde mit der Bergung der Verletzten der beiden Unfall-Fahrzeuge begonnen. Zunächst wurde vom Notarzt die Situation der Verunglückten überprüft, um die Priorität der Bergung nach Schwere der Verletzungen festzulegen.

Die Feuerwehr sicherte derweil den Traktor. Um die Verletzten bergen zu können, wurde das Fahrzeug samt Hänger mit einem Kran angehoben.

Am PKW musste hydraulisches Gerät eingesetzt werden, um die Unfallopfer zu bergen. „Die Verunglückten im Fluss waren mit den Füßen unter Wasser eingeklemmt.

Deshalb war keine Crash-Rettung nötig, wie sie im Falle akuter Lebensgefahr durchgeführt wird“, erläuterte Rettungstaucher Dietmar Osele.

Zufrieden mit dem Ablauf zeigten sich die Einsatzleiter der drei Rettungseinheiten am Ende der Übung.

Schneller als erwartet konnte diese beendet werden. Auch der Bezirksobmann Erwin Runer, der den Einsatz von der nahen Etschbrücke aus beobachtet hatte, war voller Lob: „Ein großes Kompliment. Die Übung verlief reibungslos und war perfekt koordiniert.

Man sieht an der guten Arbeit, dass sie gut vorbereitet sind und viel Erfahrung haben“, sagte Runer.

13. Mai 2011 www.stol.it